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Mediterranean elegance. Timeless, intentional, never overdone.

The Amalfi Coast seen from above at Atrani and Cetara

DIE GEHEIMEN STRÄNDE DER AMALFIKÜSTE, DIE NUR DIE EINHEIMISCHEN KENNEN

THE SCENE

Die Küste auf den Fotografien und die Küste, die man lebt, sind zwei verschiedene Dinge. Dies ist eine Karte der zweiten.

Jeder kennt die Amalfiküste von den Fotografien. Die Majolikakuppeln, die blauen Boote, die Straße, die sich wie ein Band über das Meer schlingt. Doch darunter liegt eine zweite Küste, stiller, aus Stränden ohne Namen in den Bildunterschriften und aus Tischen, an denen man barfuß zu Mittag isst. Genau diese interessiert eine Frau, die mit Absicht reist und nicht mit Liste.

Fornillo, der Strand derer, die bleiben. Nur wenige Minuten von der Spiaggia Grande in Positano entfernt, hinter dem Felsvorsprung verborgen, ist Fornillo der Ort, an den die Einheimischen gehen, wenn sich die Ortschaft füllt. Das Wasser ist dasselbe, das Geräusch ein anderes. Nimm wenig mit: einen Badeanzug, der nichts weiter braucht, ein Leinentuch, ein Buch, das du vielleicht gar nicht aufschlägst.

Fornillo beach tucked behind the headland near Positano on the Amalfi Coast

Arienzo, der Strand der dreihundert Stufen. Man sagt, wer die Stufen nach Arienzo hinabsteigt, erwirbt das Recht, den Rest des Tages nichts mehr zu tun. Es ist der Strand des Nachmittags, jener, der bis spät Sonne fängt, die Belohnung nach dem Abstieg. Ein rotes Stück hier, wie der Furore Bikini, ist keine Kühnheit, sondern eine Antwort auf die Landschaft.

Laurito und das Boot von Da Adolfo. Es gibt keine Straße nach Laurito. Es gibt ein Holzboot mit einem roten Fisch, der auf den Mast gemalt ist, das dich am Kai von Positano abholt und dich zu einem Restaurant bringt, wo die Mozzarella über Zitronenblättern gegrillt und der Wein im Meer gekühlt wird. Es ist eines der schönsten Rituale der Küste, und man muss es Tage im Voraus reservieren.

Laurito beach below Positano, reached only by boatThe Da Adolfo boat with its red fish mast that ferries guests from the Positano quay

Der Fjord von Furore. Zwischen Positano und Amalfi, dort, wo ein Bach den Berg bis zum Meer durchschnitten hat, verbirgt sich ein schmaler Strandstreifen unter einer steinernen Brücke. Hier erlebte Anna Magnani eine der dramatischsten Episoden ihres Lebens, und die Küste hat dieses Feuer nie mehr abgelegt. Es ist der wildeste der amalfitanischen Strände und vielleicht gerade deshalb der unvergesslichste.

The fjord of Furore, a sliver of beach beneath the stone bridge between Positano and Amalfi

Conca dei Marini und die Smaragdgrotte. Die kleine Bucht, in der Sophia Loren ihre Sommer verbrachte, birgt eine Grotte, in der das Licht durch den Fels dringt und das Wasser smaragdgrün färbt. Die Farbe lässt sich nicht erklären, man sieht sie. Der Marini Bikini entstand genau aus diesem Verlauf, vom Türkis über das Terrakotta bis zum Grün der Zitronenblätter.

Conca dei Marini, the quiet cove on the Amalfi CoastThe emerald light inside the Grotta dello Smeraldo at Conca dei Marini

Marina del Cantone und Lo Scoglio. Jenseits von Positano, auf der Halbinsel von Sorrent, liegt der Tisch, zu dem halb Italien zum Mittagessen rudert. Lo Scoglio serviert den Fisch des Tages direkt am Wasser, und der Name bedeutet schlicht: Felsen. Es ist eines jener Mittagessen, die einen ganzen Nachmittag dauern und an die man sich einen ganzen Winter lang erinnert.

Marina del Cantone on the Sorrentine peninsulaLo Scoglio, the seaside table at Marina del Cantone

Cetara und Praiano, am Ende des Tages. Cetara ist bis heute ein echtes Fischerdorf geblieben, berühmt für die Colatura di Alici, die Sardellenessenz, die schon die Römer kannten. Praiano ist das Dorf des Sonnenuntergangs, jenes, den Positano nicht hat, mit der Sonne, die geradewegs ins Meer über der Marina di Praia sinkt. Man endet dort, auf den Felsen von One Fire Beach, wenn das Licht sich verabschiedet.

Cetara, a working fishing village on the Amalfi CoastPraiano at sunset over Marina di Praia
Die Amalfiküste durchquert man nicht an einem Tag. Man wählt einen Winkel, man bleibt, und man lässt sich von ihm die Langsamkeit lehren. Genau für diese Küste sind diese Stücke gemacht.Sofia Godinho

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